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Section 37
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Chapter 36,426

Effizienz, Umwelt- und Verbraucherschutz durch standortgerechten Maisanbau und Mittelpunkt des umweltbezogenen Dynamischen Reife- und Analysesystems DRA

Reinhard Amler

Gesunde Pflanzen 63(3): 111-127

2011


ISSN/ISBN: 0367-4223
DOI: 10.1007/s10343-011-0254-x
Accession: 036425969

Daten aus Silomaissortenversuchen der Jahre 1999 21 im mitteldeutschen Trockengebiet wurden einer Sekund rauswertung mit Methoden der mathematischen Statistik unterzogen. Dabei ist die Abh ngigkeit aller Nutzungsrichtungen im Maisanbau von den Umwelten quantifiziert worden. Mit dem ph nologischen Reifeindikator (Korn-TM/TM der Restpflanze) werden die Unterschiede im Vergleich zum heute g ltigen Reifesystem mit nutzungsspezifischen Reifezahlen dokumentiert. Das Erreichen der physiologischen Kornreife ist die Schnittstelle aller Nutzungsrichtungen und zugleich Ma f r den vergleichbaren Reifegrad (63 % TM) in Verbindung mit dem Silomais-Reifeindex (SRI von 2,75) im Siliermaisanbau. Die spezifischen Besonderheiten der Nutzungsrichtungen sind gering und werden bez glich Effizienz, Umwelt- und Verbraucherschutz diskutiert. Mit dem ph nologischen Reifeindikator (SRI) k nnen sowohl der TM-Gehalt der Gesamtpflanze als Parameter f r den Erntezeitpunkt (EZP) von Silo- und Energiemais als auch die nutzungsspezifischen Reifezahlen zur Sortenwahl f r Silo- und K rnermais ersetzt werden. Selbst eine Einteilung der Sorten nur nach Reifegruppen w rde dem umweltbezogenen Maisanbau voll entsprechen. Agronomische Unterschiede zwischen Silo- und Energiemais sind im Bereich des ph nologischen Silieroptimums (SRI 2,6 bis 2,9) und dar ber hinaus bei standortgerechtem Maisanbau nicht zu finden, deshalb wird die Bezeichnung Siliermais gew hlt. Es geht bei beiden Verfahren um die Produktion von Energie, die nach der Silierung ber den Weg der mikrobiellen Fermentation im Pansen oder Fermenter gewonnen wird. Das weite Reifeverh ltnis zwischen Korn und Restpflanze ist multifunktionaler Garant f r die bessere Pflanzengesundheit (Zearalenon- und Carotingehalte), der Resourceneffizienz von D nger-N unter Beachtung der ertragsbezogenen N-Entz ge und Bodenvorr te an N sowie grundlegender Produktsicherheit und Nachhaltigkeit des Verfahrens von Siliermais. Eine punktgenaue Fixierung des EZP ist nur mit dem SRI m glich. Der richtige EZP ist prinzipiell bei maximal m glichem SRI (Erntereife) gegeben. In Abh ngigkeit von den Umwelten und der Sortenwahl kann dieser EZP unterschiedlich weit vom Silieroptimum (Silierreife) liegen. Ideal ist ein maximal hoher SRI ber 2,9 hinaus, um eine hohe Grundfutteraufnahme bei alleiniger Maissilageverf tterung durch wiederk uergerechtere, verbesserte Strukturwirksamkeit erreichen zu k nnen.

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