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Chapter 69,780

ABCA4-Associated Stargardt Disease

Khan, M.; Cremers, F.P.M.

Klinische Monatsblatter für Augenheilkunde 237(3): 267-274

2020


ISSN/ISBN: 1439-3999
PMID: 32016942
DOI: 10.1055/a-1057-9939
Accession: 069779954

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Der autosomal-rezessive Morbus Stargardt (STGD1) ist mit Varianten im ABCA4-Gen assoziiert. Es gibt unterschiedliche Phänotypen – frühzeitig auftretender STGD1, was der schweren Zapfen-Stäbchen-Dystrophie klinisch ähnelt, sowie intermediärer STGD1 und spät auftretender STGD1. Diese unterschiedlichen Phänotypen werden mit verschiedenen Kombinationen von ABCA4-Varianten assoziiert, die nach Schweregrad eingeteilt werden können. Viele STGD1-Fälle, insbesondere die spät auftretenden, hatten bis vor Kurzem nur eine einzige ABCA4-Variante getragen. Eine häufige codierende Variante (p.Asn1868Ile), die in Wechselwirkung mit einer schwerwiegenden ABCA4-Variante gewöhnlich mit spät auftretendem STGD1 assoziiert ist, ist kürzlich identifiziert worden. Auch wurden mehrere seltene Varianten in Intronen identifiziert, die auch assoziiert sind mit spät auftretendem STGD1. Die Wirkungen von diesen und anderen Varianten auf ABCA4-RNA wurden in In-vitro-Tests in humanen Nierenzellen und mit selbst entworfenen Midigenen untersucht. Retinaspezifische Splicing-Defekte wurden mit Stammzellen und Photorezeptor-Progenitor-Zellen untersucht, die wiederum von Haut- oder Blutzellen der Patienten abgeleitet worden waren. Mit einer fachmännischen klinischen Untersuchung, um STGD1 von anderen Makulopathien zu unterscheiden, sowie tiefgehenden genomischen und transkriptosomalen Daten ist es jetzt möglich, beide mutierte ABCA4-Allelen in mehr als 95% der Fälle zu erkennen.

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